"Weihnachten ohne Erschöpfung: Wie du als berufstätige Mutter den Dezember bewusst anders erlebst"
- Madlen Luers

- 14. Dez. 2025
- 4 Min. Lesezeit
Ein persönlicher Artikel von Madlen Luers – Stressmanagement & Energiementoring für berufstätige Mütter (online, Hamburg & Norderstedt)

Jedes Jahr dasselbe Bild:
Die Weihnachtszeit beginnt und plötzlich rennen alle los.
Noch mehr Termine. Noch mehr Erwartungen. Noch mehr To-Dos.
Alle funktionieren und kaum jemand hält inne.
Und ganz ehrlich?
Manchmal stinkt mir das richtig.
Nicht, weil ich urteilen will. Sondern weil ich sehe, wie viele Frauen einfach weitermachen.
Nur noch hustlen, leisten, funktionieren.
Ohne ein einziges mal innezuhalten und sich zu fragen:
Was brauche ich eigentlich?
Was wünsche ich mir?
Wovon träume ich?
Und was will ich so nicht mehr?
Vielleicht spürst du selbst ganz genau, dass du dabei auf der Strecke bleibst.
Dass dich das frustriert. Müde macht. Und manchmal auch traurig.
Viele Frauen bleiben im Tunnel, weil Hinschauen Angst macht. Denn Hinschauen würde bedeuten, sich mit sich selbst auseinanderzusetzen:
mit den eigenen Grenzen, der eigenen Erschöpfung, den eigenen Bedürfnissen.
Aber genau dort beginnt echte Veränderung.
1. „Weihnachtsstress entsteht nicht durch zu wenig Zeit – sondern durch zu viele unsichtbare Lasten
Die vollen Kalender, Weihnachtsfeiern, Kita- und Schultermine, Jahresabschlüsse und Besorgungen sind nur die sichtbare Spitze.
Der eigentliche Stress entsteht darunter, oft leise und unbemerkt, durch::
Perfektionismus („Ich muss das alles schaffen“)
People-Pleasing („Ich darf niemanden enttäuschen“)
ständiges Vergleichen („Andere kriegen das doch auch hin“)
Mental Load („Ich denke an alles, selbst dann, wenn ich eigentlich Pause habe")
den inneren Druck, funktionieren zu müssen
Stress entsteht selten durch das, was im Außen passiert, sondern durch das, was innerlich gleichzeichtig mitläuft und wie damit umgehen.
Viele beruftstätigeMütter gehen mit Stress so um, wie sie es gelernt haben:
hart, streng, leistungsorientiert, ohne Pausen.
Ich wünsche mir etwas anderes für uns.
2. Ich möchte, dass du wieder spürst, wer du bist
Ich sehe so viele Frauen, die sich verlieren, während sie versuchen, allen gerecht zu werden. Vielleicht erkennst du dich darin wieder.
Ich wünsche mir, dass du aufhörst, so hart mit dir selbst zu sein
und auch mit anderen.
Ein Leben, in dem wir nicht nur funktionieren, sondern fühlen.
In dem wir uns nicht verstellen müssen.
In dem wir unseren Kindern die Werte vorleben, die wirklich zählen:
Präsenz, Achtsamkeit, Miteinander, Selbstfürsorge.
Die Weihnachtszeit ist nicht dafür gemacht, dich auszupowern. Sie darf sich nach Nähe, Ruhe und echter Präsenz anfühlen.
3. Ich möchte, dass du wieder in deine Kraft kommst
Ich möchte, dass du dir deiner eigenen Kompetenz wieder sicher sind.
Nicht, weil alles perfekt läuft, sondern weil du weißt, dass du dein Bestes gibst.
Dass du unterscheiden kannst zwischen dem, was wirklich zählt,
und dem, was nur laut nach Aufmerksamkeit schreit.
Dass du deine Zeit bewusst führst, statt dich von Erwartungen und To-do-Listen treiben zu lassen.
Ich sehe eine Frau, die ruhig vom Meetingtisch aufsteht.
Klar, ohne Rechtfertigung.
Nicht mit einem "Leider muss ich jetzt los", sondern mit innerer Selbstverständlichkeit.
Eine Frau, die mit Ruhe zur Kita oder Schule fährt.
Präsent. Nicht gehetzt. Nicht leer.
Und die nach Hause kommt
mit Freude,
mit Energie,
mit echter Lebenslust.
Weil sie weiß, wie kostbar ihre Zeit mit ihren Kindern ist und dass sie ihre eigene Energie dafür braucht.
4. Energiemanagement statt Dezember-Überleben - mein RESET- Ansatz
Als Stressmanagement-Coach begleite ich Frauen dabei, ihre Energie nicht länger dem Stress, dem Mental Load oder den Erwartungen anderer zu überlassen.
Wir halten inne und schauen ehrlich hin:
Welche inneren Stressanteile bringen dich immer wieder unter Druck?
Wo versickert deine Energie im Alltag – oft unbemerkt?
Was hält dein Nervensystem dauerhaft in Alarmbereitschaft?
Und wie kannst du deinen Energiefluss bewusst steuern, statt nur zu reagieren?
Energiemanagement, inspiriert vom ISO-50001-Gedanken, bedeutet für mich nicht Optimierung, sondern Selbstführung.
Es geht um:
klare Struktur statt innerem Chaos
Bewusstsein statt Autopilot
kleine, realistische Veränderungen statt Perfektionsanspruch
Routinen, die in einem echten Familienleben funktionieren
Keine 2-Stunden-Morgenroutine.
Keine endlosen To-do-Listen.
Sondern klare, machbare Schritte, die dich wieder in deine Kraft bringen.
5. Dieses Weihnachten kann anders werden – wenn du es bewusst gestaltest
Nicht, indem du noch mehr schaffst. Sondern indem du:
loslässt, was nicht wirklich wichtig ist
Grenzen setzt, bevor du erschöpfst
kleine Pausen einbaust, statt permanent durchzuziehen
deinen Energieverbrauch bewusster wahrnimmst
deinem Nervensystem Raum zur Regulation gibst
dir selbst wieder einen festen Platz in deinem Kalender erlaubst
Weihnachten wird nicht entspannter, wenn du schneller wirst.
Weihnachten wird entspannter, wenn du bewusster wirst.
6. Was du jetzt – kurz vor Weihnachten – konkret für dich tun kannst
Wenn du diesen Artikel liest und spürst:
Ja, das bin ich. Und ich bin müde., dann möchte ich dir vor allem eines sagen:
Du musst jetzt nichts mehr „aufholen“.
Du musst nichts mehr optimieren.
Und du musst dich auch nicht mehr zusammenreißen.
Was du jetzt tun kannst, ist etwas anderes.
1. Nimm bewusst Druck raus
Frage dich ehrlich:
Was darf dieses Jahr einfach gut genug sein? Nicht perfekt. Nicht vollständig. Nur gut genug.
2. Reduziere deinen Energieverbrauch
Nicht alles, was möglich ist, ist auch nötig. Weniger Termine. Weniger Erwartungen. Weniger Reiz.
Das ist kein Rückzug, das ist Selbstschutz.
3. Plane dich selbst fest ein
Auch jetzt noch. Gerade jetzt.
Ein Spaziergang. Ein ruhiger Tee. Fünf bewusste Atemzüge.
Klein, aber verbindlich.
4. Beruhige dein Nervensystem
Nicht durch Aktion, sondern durch Verlangsamung.
Langsamer sprechen. Langsamer gehen. Weniger gleichzeitig tun.
Dein Körper braucht gerade kein neues Ziel, sondern Sicherheit.
5. Erlaube dir, das Jahr innerlich abzuschließen
Du darfst aufhören, alles regeln zu wollen.
Nicht alles muss jetzt gelöst werden.
Einige Dinge dürfen bis ins neue Jahr warten.

Und wenn du magst: Ein sanfter Blick nach vorne
Vielleicht spürst du gerade nicht die Kraft für Veränderung,
aber eine leise Sehnsucht nach mehr Ruhe, Klarheit und Selbstführung im neuen Jahr.
Wenn du möchtest, kannst du dir jetzt ganz in Ruhe
ein Kennenlerngespräch für das neue Jahr buchen.
Kein Coaching. Kein Druck. Ohne Verpflichtung.
Sondern ein Raum zum Sortieren, Reflektieren und Ausrichten.
Manchmal beginnt Veränderung nicht mit einem Startschuss,
sondern mit einem ehrlichen Gespräch.
Dieses Weihnachten darf ruhig werden.
Und das neue Jahr darf bewusst beginnen.

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